IHK Arbeitsmarktradar Bayern 2026
Szenario: Personeller Aufwuchs der Bundeswehr
In diesem Szenario werden die Auswirkungen des geplanten Stellenaufbaus bei der Bundeswehr auf den Arbeitsmarkt untersucht. Das Ziel der Bundeswehr ist ein Personalstand von 260.000 Soldaten und 200.000 Reservisten bis 2035. Da der IHK Arbeitsmarktradar detaillierte Prognosen nur bis 2029 treffen kann, wird in der Modellrechnung fiktiv davon ausgegangen, dass die Personalziele im Zeitraum 2025 bis 2029 erreicht werden. Dies ist als Vorschau zu verstehen, wie die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt wären, wenn die Personalziele zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich erreicht würden.
Die Personalziele entsprechen einem Zuwachs von bundesweit etwa 80.000 Soldaten und 15.000 Reservisten gegenüber 2024. Im Szenario wird angenommen, dass sich der Aufwuchs der Bundeswehr in der Altersgruppe 15 bis 34 Jahren auswirken wird. Der bayerische Anteil entspricht dem Bevölkerungsanteil Bayerns in den betroffenen Altersgruppen. Es wird zudem ein Frauenanteil von 15 % angenommen.
Die Simulation zeigt, dass die Auswirkungen des Stellenaufbaus bei der Bundeswehr auf den Arbeitsmarkt insgesamt sehr moderat ausfallen würden (Abbildung 1). Die Beschäftigung in Bayern würde 2029 um rund 14.000 Personen (-0,2 %) niedriger liegen. Die Arbeitskräftelücke würde um 11.000 Personen (5,1 %) auf 230.000 ansteigen. Die Anzahl offener Stellen läge um 14.000 höher bei 402.000.
Die Auswirkungen auf einzelne Berufe sind entsprechend ebenfalls sehr moderat.
Abbildung 1: Entwicklung der Arbeitskräftelücke im Szenario "Aufwuchs der Bundeswehr" im Vergleich zum Basisszenario bis 2029